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Answering Spam, Part 3

Finally, the spammer got back to me again. I already thought I lost him, but there we go again. If you want to recap what happened, here are part 1 and part 2.

Guten Tag,

Wie geht es Ihnen?

Bis jetzt habe ich von Ihnen keine E-Mail bekommen.

bitte erwarte ich eine E-Mail von Sie.
Hoffe,dass alles gut lauft mit der Aanwalt.
Bitte sagen Sie mir mehr über der ablauf.

Mit freundlichen Grüssen
Ferdinand Arendt


Sehr geehrte Herr Arendt,

es geht mir gut, vielen Dank der Nachfrage. Wie geht es Ihnen?

Es verstört mich zu hören, dass Sie von mir keine E-Mail erhalten haben. Ich schrieb Ihnen am 22.01. und anschließend Ihrer Kollegin Frau Smith am 28.01. – offenbar sind einige der E-Mails nicht bei Ihnen eingetroffen. Diese neumodischen Kommunikationsformen sind aber auch unzuverlässig! Früher war alles besser. Selbst wir waren früher besser, nicht wahr? Aber ich schweife ab.

Ich hätte gehofft, dass Sie mir mehr über den Ablauf verraten könnten. Bis jetzt habe ich von Ihnen ja noch keine weiteren Unterlagen in der Angelegenheit erhalten. Wie sollen wir weiter verfahren?

P.S. Bestellen Sie Frau Smith meine besten Grüße.

Hochachtungsvoll,
Ihr Alexander Habicht


Sehr geehrter Herr Habicht,

Ich weiß nicht wie weit Herr Arendt Sie bereits in dem Fall in Kenntnis gesetzt hat und über welche Informationen Sie derzeit verfügen.
Wie bereits erwähnt wird das Erbe vom Nachlassgericht verwaltet. Da niemand Anspruch auf das Erbe erhoben hat, wurde vom Gericht ein Erbenermittler beauftragt einen Erben ausfindig zu machen. Leider haben seine Nachforschungen zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt. Daher hat sich der Erbenermittler an Herrn Arendt gewandt.
Laut dem Ermittler gibt es zwischen Ihnen und dem Verstorbenen einen Zusammenhang, jedoch ist dieser nicht so eindeutig, dass er sich mit dem Ergebnis direkt an das Gericht wenden kann. Wie der Zusammenhang zustande kommt und welche Kriterien ausschlaggebend für sein Ergebnis sind, kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.
Er gab jedoch Herrn Arendt Ihre Kontaktdaten und bat ihn sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen.
Wenn Sie das Erbe antreten möchten, wird der Erbenermittler eine Erklärung aufsetzen von der herausgeht, dass Sie der alleinige Erbe des Nachlasses sind und diese an das Gericht weiterleiten. Ich werde Sie in diesem Fall vertreten und beraten und beim Gericht einen Antrag auf einen Erbschein stellen. Da Sie als ein entfernter Verwandter des Erblassers eingetragen werden, benötigen Sie einen Erbschein. Dieser ist eine Urkunde, die Sie als Erben ausweist und mit der die Bank verpflichtet ist das Erbe an Sie freizugeben.
Um den Antrag stellen zu können, möchte ich Ihre Kontaktdaten aktualisieren.
Bitte füllen Sie dazu das Formular im Anhang aus und senden mir dieses zusammen mit Ihrer Geburtsurkunde per E-Mail zurück.
Wenn Sie noch Fragen oder Anliegen haben, kontaktieren Sie mich bitte.
Sie erreichen mich täglich von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr und von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr.
Ansonsten schreiben Sie mir eine E-Mail und ich versuche mich schnellstmöglich zu melden.

Mit freundlichen Grüßen
Jenna Smith


Sehr geehrte Frau Smith,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Herr Arendt hat mich bis jetzt nur über die ungefähre Höhe des Erbes und eine befremdliche Verteilung des Erbes informiert. Unter anderem war Herr Arendts Vorschlag, 60% des Erbes an sich selbst zu überweisen. Das erscheint mir, vorsichtig gesprochen, doch eine etwas übertriebene und unübliche Vergütungspraxis zu sein.

Es freut mich zu hören, dass das Erbe bereits von einem Nachlassgericht verwaltet wird. Wären Sie so freundlich, mir die Adresse des Gerichts sowie den mit dem Fall betrauten Sachbearbeiter zu nennen? Ich würde mich dann direkt schriftlich mit dem Gericht ins Benehmen setzen und weitere Unterlagen einfordern.

Ich kann es kaum erwarten mehr über den nicht so eindeutigen – aber offenbar dennoch klar sichtbaren – Zusammenhang zwischen mir und dem Verstorbenen zu erfahren.

Selbstverständlich möchte ich das Erbe antreten, insbesondere natürlich besonders gerne als Alleinerbe. Vielen Dank schon mal dafür, dass der Erbenermittler eine dementsprechende Erklärung aufzusetzen bereit ist.

Leider kann ich kein Formular im Anhang entdecken. Bitte schicken Sie mir ASAP ein neues Formular.

Hochachtungsvoll
Ihr Alexander Habicht

Answering Spam, Part 2

So as expected the spammer answered me (see part 1). This scam is hilarious. Here’s the spammers mail:

Sehr geehrter Herr Habicht,

Hiermit möchte ich mich Ihnen gerne vorstellen. Ich bin Fachanwältin und Spezialistin in Sachen Erbrecht und arbeite für eine große Anwaltskanzlei in Großbritannien. Unsere Schwerpunkte sind Familienrecht, Strafrecht sowie Erbrecht. Herr Arendt hat mich gebeten mich mit Ihnen in Kontakt zu setzen und alle notwendigen Schritte zu Ihrem Fall durchzugehen.
Da Herrn Arendt die deutsche Sprache nicht leicht fällt, hat er mich in Ihren Fall eingeweiht und mich gebeten zu übernehmen. Natürlich nur mit Ihrem Einverständnis.
Gerne werde ich auf alle Ihre Fragen und Anliegen eingehen und mit Ihnen das Prozedere durchgehen.
Meine Kontaktdaten lauten wie folgt:-

Jenna Smith
Mobile:- (removed)

Ich bin durch Gerichtstermine ziemlich angebunden. Sie erreichen mich jedoch täglich von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr und von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr Ihrer Zeit.
Gerne können Sie mir auch Ihre Rufnummer zukommen lassen unter der ich Sie am besten erreichen kann und ich werde mich kurzfristig bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen
Jenna Smith

And I’ve replied:

Sehr geehrte Frau Smith,

ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort.

Erlauben Sie mir eine kurze Erläuterung zu Herrn Arendt, die Ihnen Ihre Zusammenarbeit mit Herrn Arendt erleichtern wird. Seit einiger Zeit möchte Herr Arendt als Frau gesehen werden. Natürlich würde eine zurückhaltende Person wie Herr Arendt Sie niemals direkt darauf hinweisen, aber wenn Sie zwischen den Zeilen lesen, werden Sie bemerken, was ich meine. Dies nur als kleine Information unter uns Pfarrerstöchtern.

Ich danke Ihnen auch für Ihre Kontaktdaten. Leider kann ich Sie nicht telefonisch erreichen, da ich von Geburt an taubstumm bin. Ich habe über viele Jahre hinweg versucht mit den besten Logopäden zusammen ein wenig sprechen zu lernen, aber meine Freunde sagen, ich könnte allenfalls in Zombiefilmen als Synchronsprecher arbeiten. Das ist betrüblich, aber so ist eben das Leben.

Es würde zunächst genügen, wenn Sie mir den Totenschein und den Kontoauszug des Verstorbenen per E-Mail zukommen liessen.

Hochachtungsvoll
Alexander Habicht

Here is the Google translation of the spammer’s mail:

Dear Mr. Habicht,

Hereby I would like to introduce myself. I am a trade lawyer and specialist in the field of inheritance and work for a large law firm in the UK. We focus on family law, criminal law and inheritance law. Mr. Arendt asked me to sit in contact with you and go through all the steps necessary to your case.
As Mr. Arendt, the German language is not easy, he initiated me into your case and asked me to take over. Of course, with your consent.
I will be happy to respond to all your questions and concerns and to walk you through the procedure.
My contact details are as follows: –

Jenna Smith
Mobile: – (removed)

I’m pretty tied up by court dates. You can reach me but daily from 9.30 bis 11.00 clock clock and from 12.00 bis 14.00 clock clock your time.
Feel free to send me your number and let where I can best reach you and I’ll be in touch with you shortly.

Sincerely yours
Jenna Smith

And here is my Google translated reply:

Dear Ms. Smith,

thank you very much for your reply.

Allow me a brief explanation of Mr. Arendt, who will facilitate your working with Mr. Arendt. For some time, Mr. Arendt wants to be seen as a woman. Of course, a cautious person like Mr. Arendt would never direct your attention to this, but if you read between the lines, you’ll see what I mean. This pastor daughters just as little information with us.

I also thank you for your contact. Unfortunately, I can not reach you by phone, because I’m deaf and dumb from birth. I have for many years tried to learn with the best speech therapists together to talk a little bit, but my friends say I could possibly work as a voice actor in zombie movies. That is sad, but so is just life.

It would be enough at first, if you send me them extensive death certificate of the deceased and the account statement by e-mail.

Yours faithfully
Alexander Habicht

Answering Spam and Translating Text

I am sure all of you are exposed to spam on a daily basis – and one of the first lessons you have learned is that you never ever (ever!) answer any spam mails. Most spam mails are so dumb that it is almost impossible to believe that there is even one human being stupid enough to fall for it. One of my favorite spam mails of this kind reached Horst Prillinger a couple of month ago.

One spam mail that popped up in by inbox today was so bizarre that I felt inclined to answer (using a separate email account, of course). It’ll be interesting to see if I’ll get any replies. I’ve changed the author’s name of the original spam mail (although it is definitely a fake name) as well as the name I’ve used to answer it so you can enjoy them here. The catch is that the email conversation is in German. However – since this is a fun post – I’ve used Google Translate to get an English pseudo-translation of it which is quite entertaining in its own right.

Here is the spam email I’ve received:

Hallo,

Ich möchte mich erstmal gerne vorstellen. Mein Name ist Herr Ferdinand Arendt, die persönliche Rechtsanwältin meines verstorbenen Mandanten war als privater Geschäftsmann im internationalen Bereich tätig.

Im Jahr 2009 erlag mein Mandant an einen schweren Autounfall. Mein Mandant war ledig und kinderlos. Er hinterließ ein Vermögen in Wert von $9.255.000 (Neun Millionen Zwei Hundert Fünfundfünzig Tausend amerikanischen Dollars). Die sich in Obhut der zuständingen Bank befindet. Die Bank ließ mir zukommen dass ich einen Erbberechtigen, Begünstigten vorstellen muss.

Nach mehreren Recherchen erhielt ich keine weiteren hilfreichen Informationen, über die Verwandten meines verstorbenen Mandanten. Aus diesem Grund schrieb ich Sie an, da Sie den gleichen Nachnamen verfügen. Ich benötige Ihre Zustimmung und Ihre Kooperation um Sie als den Begünstigten vorzustellen.

Alle meine Bemühungen Verwandte meines verstorbenen Mandanten waren erfolglos. Infolgedessen würde ich vorgeschlagen das Vermögen aufzuteilen, Sie erhalten 25% Prozent des Anteils und 60% Prozent würden mir dann zustehen. 10% Prozent werden an Gemeinnützige Organisationen gespendet, während 5% Prozent beiseite gesetzt werden für Umkosten, Aufwandsentschädigung im Internationalen Bereich.

Alle notwendige Dokumente beinhalten sinngemäß auch das Ursprungzeugnis, um demnach Fragen von der zuständigen Bank zu vermeiden. Die beantragten Dokumente Sind legal und begläubigt, die Sie für das Verfahren benötigen. Das Vermögen enthält kein kriminellen Ursprung. Das Verfahren wird einwandfrei ohne Komplikationen erfolgen, die Geldüberweisung wird rechtsgemäß abgeschlossen. Alles was ich von Ihnen benötige ist Ihr Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit.

Bitte kontaktieren Sie mich bei der privaten E-Mail Adresse. Die vorgeschlagene Transaktion legal ist, appelliert, die Sie schützen wird legal.

Mit freundlichen Grüßen
Herr Ferdinand Arendt

And here is my reply:

Sehr geehrte Herr Arendt,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Ich hoffe es stört Sie nicht, dass ich Sie auf Ihrer privaten E-Mail-Adresse kontaktiere, aber da Sie mich darum baten, denke ich, dass das ausnahmsweise schon in Ordnung gehen wird.

Zunächst möchte ich Sie herzlich um Verzeihung bitten. Sie stellen sich als Herr Arendt vor, weisen aber gleich darauf hin, dass Sie als Rechtsanwältin betitelt werden möchten. Ich vermute daher, dass Ihr Name tatsächlich männlichen Ursprungs, Ihre persönliche Geschlechtswahrnehmung aber weiblich ist. Ich werde Sie daher ebenfalls in der weiblichen Form ansprechen, ich hoffe, das ist in Ihrem Sinne.

Es freut mich sehr, dass Sie mich aufgrund meines seltenen Nachnamens als Erbberechtigten vorgeschlagen haben.

Als alleiniger Erbberechtigter bestürzt es mich allerdings zu hören, wie Sie gedenken, das Erbe Ihres Mandaten aufzuteilen. Natürlich müssen Sie für Ihre Arbeit entlohnt werden. Aber Sie müssen selbst einräumen, dass 60% des Erbes doch ein wenig zu viel des Guten sind. Mit anderen Worten: Sittenwidrig. Mein Vorschlag wäre daher, dass sich Ihre Entlohnung an Ihrem Stundensatz ausrichtet. Sie können da ruhig großzügig sein und auch angefangene Stunden als volle Stunden zählen. Ich bin nicht kleinlich.

Auch wüsste ich gerne warum 10% an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Ist das testamentarisch so festgelegt? Worum handelt es sich bei Aufwandsentschädigungen im internationalen Bereich?

Sie schreiben, dass Sie von mir Vertrauen und gute Zusammenarbeit benötigen. Das lässt sich durchaus einrichten. Um Ihnen weiteres Vertrauen schenken zu können, lassen Sie mir doch bitte zunächst folgende Unterlagen per E-Mail zukommen:

– Testament falls vorhanden

– Totenschein

– Kontoauszug des Verstorbenen

– Aufstellung der Unkosten und der Aufwandsentschädigungen

– Vorschläge welche gemeinnützungen Organisationen mit den 10% bedacht werden sollen

– Kostenvoranschlag für Ihre Arbeitszeit

Herzlichen Dank und auf gute Zusammenarbeit,

Ihr Alexander Habicht

Here is the spam email I’ve received after Google Translate:

Hello,

I would like to first introduce myself. My name is Mr. Ferdinand Arendt, the personal lawyer of my late client was working as a private businessman in the international arena.

In 2009, my client died in a car accident. My client was single and childless. He left a fortune in value of $ 9,255,000 (nine million two hundred and fifty-five one thousand American dollars). Which is in charge of the bank zuständingen. The bank sent me that I have to imagine a Erbberechtigen, beneficiaries.

After more research, I did not receive any helpful information about the relatives of my late client. This is why I wrote to you because you have the same last name. I need your consent and cooperation to present you as the beneficiary.

All my efforts were unsuccessful relatives of my late client. Consequently, I would propose to divide the assets, you get 25% percent of the share, and 60% percent said they would then I am entitled. 10% percent will be donated to charitable organizations, while 5% percent are set aside for reasonable expenses, allowances in the international area.

All necessary documents include mutatis mutandis, the certificate of origin, in order thus to avoid questions from the appropriate bank. The requested documents are legal and begläubigt you need for the procedure. The property does not contain a criminal origin. The process is properly carried out without complications, the money transfer will be completed in accordance with law. All I need from you is your trust and good cooperation.

Please contact me at the e-mail address private. The proposed transaction is legal appeals that will protect you legally.

Sincerely yours
Mr. Ferdinand Arendt

And here is the my reply after Google Translate:

Dear Mr. Arendt,

Thank you for your email. I hope it does not bother you, I want you on your personal e-mail contact, but since you asked me for it, I think it is going exceptionally okay.

First, I would like to urge you to pardon. They introduce themselves as Mr. Arendt, but have the same then that you want to be titled as a lawyer. I suspect, therefore, that your name is actually male origin, your personal perception of gender is female, however. I will therefore also appeal to the female form, I hope it is in your best interests.

I am very pleased that you have suggested me because of my rare surname as heirs.

As sole Erbberechtigter it upset me but listen to how you intend to divide the inheritance of your mandates. Of course you have to be rewarded for your work. But you have to concede that 60% of the inheritance a little too much of a good thing yet. In other words, unethical. My suggestion would be that your remuneration aligns to your hourly rate. Can you be quiet spacious and include commenced hours as full hours. I’m not picky.

Also I would like to know why 10% will be donated to charitable organizations. Is the set testament that? What is it with allowances in the international arena?

You write that you need from me trust and cooperation. This can be set up perfectly. To give you further confidence can, let me please first send by e-mail to come:

– Testament, if any

– Death certificate

– Statement of the deceased

– Statement of expenses and allowances

– Proposals which gemeinnützungen organizations should be considered by the 10%

– Cost estimate for your work

Thank you and good cooperation,

Your Alexander Habicht